Frauenärzte proben an der Puppe |
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This
article is taken from Spiegel online (www.spiegel.de),
March 2002
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Ähnlich wie Piloten können jetzt auch Gynäkologen für den Ernstfall trainieren: Ein in Hannover entwickelter Ultraschallsimulator konfrontiert übende Ärzte auch mit seltenen Missbildungen von Ungeborenen.
Ein Ultraschallbild
ist für einen Frauenarzt nichts Neues - entscheidend ist allerdings,
ob er es auch richtig interpretieren kann. Dass ein Gynäkologe
außerhalb eines Pränatalzentrums eine fetale Missbildung
wie etwa die so genannte thanatophore Skelettdysplasie zu sehen bekommt,
ist sehr unwahrscheinlich: Die tödlich verlaufende extreme Störung
des Knochenwachstums tritt nur bei einem von 40.000 Neugeborenen auf.
Aus Datensätzen verschiedener Befunde, die im Vorfeld der Entwicklung mittels 3D-Sonographie aufgenommen wurden, errechnet derweil ein leistungsfähiger Computer eine entsprechende Schnittebene, die in Echtzeit am Bildschirm angezeigt wird. Einzig die Bewegungen des Kindes und das schlagende Herz lassen sich noch nicht simulieren, aber in naher Zukunft soll auch das möglich sein. Der Ultraschallsimulator steht derzeit nur in Hannover, soll aber nach und nach an weiteren deutschen Frauenkliniken eingeführt werden. Auch aus Amerika gibt es mittlerweile Interesse an dem Gerät. |