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Freie Sicht für Ärzte
20.10.2005 - (idw) INI - GraphicsNet Foundation
Projekt
MEDARPA gewinnt Auszeichnung auf der Eurographics 2005 MEDARPA - so
lautet der Name des Verbundprojekts, das Ärzten in Zukunft
minimal-invasive Eingriffe wesentlich erleichtern wird. Unter den acht
Partnern im MEDARPA-Konsortium befinden sich auch das Zentrum für
Graphische Datenverarbeitung ZGDV, das Fraunhofer-Institut für
Graphische Datenverarbeitung IGD und die MedCom GmbH. Die Darmstädter
Forscher entwickelten im Rahmen des Projekts das so genannte "Augmented
Reality-Fenster". Dieses transparente Display ermöglicht dem Arzt
während der Operation einen virtuellen Blick in den Körper des
Patienten. Die "Erweiterte Realität" (Augmented Reality, AR) überlagert
die reale Ansicht räumlich und in Echtzeit mit zusätzlichen
Informationen.
Im Projekt MEDARPA (Medical Augmented Reality for Patients) werden die
zuvor aufgenommenen Patientendaten, beispielsweise von Ultraschall-
oder Computertomographie-Untersuchungen, im AR-Fenster dreidimensional
visualisiert. Beim Blick durch das Display sieht der Arzt sowohl den
Patienten als auch dessen ihn überlagernde Daten. So kann der Arzt auch
bei "Schlüsselloch-Operationen" problemlos in Bereichen des Körpers
navigieren, die für ihn nur schwer oder gar nicht einsehbar sind.
Das System wurde seit 2002 unter anderem in der Herzchirurgie der
Universitätsklinik Frankfurt sowie bei der Strahlenklinik in Offenbach
für Operationen getestet und bei ärztlichen Trainings eingesetzt. Nun
wurden Michael Schnaider, Bernd Schwald und Helmut Seibert (jeweils
ZGDV), Stefan Wesarg und Georgios Sakas (beide IGD), sowie Pawel Zogal
(MedCom) auf der Eurographics 2005 mit dem Medical Prize ausgezeichnet.
Gegen die Mitbewerber setzte sich das AR-Navigationssystem auf den 2.
Platz durch.
Die Eurographics ist die führende Vereinigung im Bereich der
Computergraphik und feierte dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die
jährliche Konferenz fand vom 29. August bis 2. September 2005 in
Dublin, Irland statt. Der Preis selbst wird nur einmal alle zwei Jahre
vergeben.
Detaillierte Informationen zum Projekt MEDARPA finden Sie im Internet unter: http://www.medarpa.de
Informationen zu den Projekten der Abteilung Visual Computing des ZGDV finden Sie im Internet unter: http://www.zgdv.de/zgdv/departments/z2
Informationen zu den Projekten der Abteilung A7 des Fraunhofer IGD finden Sie im Internet unter: http://a7www.igd.fhg.de
Ansprechpartner:
Bernd Schwald
Zentrum für Graphische Datenverarbeitung
Fraunhoferstr.5
64283 Darmstadt
Telefon: 06151/155-517
Fax: 06151/155-451
E-Mail: bernd.schwald@zgdv.de
Internet: http://www.zgdv.de
Stefan Wesarg
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung
Fraunhoferstrasse 5
64283 Darmstadt
Telefon: 06151/155 511
Fax: 06151/155 480
E-Mail: Stefan.Wesarg@igd.fraunhofer.de
Internet: http://www.igd.fraunhofer.de
Kurzprofil INI-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung
(INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische
Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung
ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet
Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität
Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem
Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics
and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de
Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The
imedia Academy in Providence, Rhode Island (USA), dem Omaha Graphics
and Media Laboratory (OGM) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual
Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian
(Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul
(Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies
(GraphiTech) in Trento (Italien).
Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste
Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre
Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von
Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue
Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren
innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven
Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes
sind an den zehn Standorten über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat
betrug 2004 über 40 Millionen EURO.
Weitere Informationen:
http://www.medarpa.de
http://www.zgdv.de/zgdv/departments/z2
http://a7www.igd.fhg.de
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